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1Jul/12

How to: Mozilla Firefox unter Debian Linux benutzten

Autor: Walter Güldenberg

Da ich hin und wieder gefragt werde: "Ist es möglich den Firefox unter Debian Linux zu benutzen?"

Hier nun ein kurzes 'rechte Hand am linken Griff'.

Grundsätzlich, ja es ist möglich 😉 Auch wenn Debian den Firefox nicht, sonder den Iceweasel (der auf Firefox aufsetzt) im eigenen Repo hat.

Was benötigen wir für unser Vorhaben?

Klar, die Dateien zum Firefox. Die können wir bei Mozilla herunter laden, zum Beispiel unter http://www.mozilla.org/de/firefox/fx/ (Achtung hier wird die 32Bit Version angeboten, und zwar: http://www.mozilla.org/de/download/?product=firefox-13.0.1&os=linux&lang=de) os=linux bedeutet 32Bit-Version. Da vermutlich die Version auch mal alt sein wird, die jeweils aktuelle für 32Bit sollte hier: http://releases.mozilla.org/pub/mozilla.org/firefox/releases/latest/linux-i686/de/ zu finden sein.

Wer nun die 64Bit Version benötigt, da ist als Einstieg diese Seite Mittel der Wahl: http://releases.mozilla.org/pub/mozilla.org/firefox/releases/latest/linux-x86_64/de/

Wir laden also die für uns sinnige Version herunter.

Nein wir benötigen keine Root-Rechte für die Arbeiten! Also besteht keine Gefahr durch die folgenden Aktionen das System unbrauchbar oder nur eingeschränkt brauchbar zu machen.

Nun legen wir in unserem home ein Verzeichnis mit Namen 'bin' an (wichtig: Kleinschreibung) z.B. in Terminal mit $ mkdir bin, kann aber auch mit mc oder jedem anderen Dateimanager gemacht werden.

In unserem Download-Ordner sollte sich die Datei: 'firefox-13.0.1.tar.bz2' befinden. In diesem Archiv befindet sich das Verzeichnis 'firefox' und genau das muss in das 'bin' - Verzeichnis.

In unserem 'bin' sollte es nun so aussehen:

~/bin$ ls
 firefox

Nun benennen wir das Verzeichnis 'firefox' (im Verzeichnis 'bin') um, z.B. in 'firefox13'. Wieso? Nun wir benötigen den Bezeichner 'firefox' noch im Verzeichnis 'bin' und wenn schon ein Verzeichnis diesen Namen trägt können wir den Namen dort nicht noch einmal benutzen.

Wenn wir nun in das Verzeichnis 'firefox13' schauen stellen wir fest, dort befindet sich eine Datei mit Namen 'firefox', genau die ist für unser Vorhaben wichtig. Wir setzen einen Link (auch Verknüpfung genannt) auf diese Datei, z.B. in der Konsole so:

ln -s /home/$USER/bin/firefox13/firefox /home/$USER/bin/firefox

im Verzeichnis 'bin' sollte es dann so aussehen:

lrwxrwxrwx  1 1000 1000   34 Jul  1 21:26 firefox -> /home/$USER/bin/firefox13/firefox
drwxr-xr-x  8 1000 1000 4096 Jul  1 21:26 firefox13

Nun können wir aus der Konsole den firefox aufrufen.

Wieso eigentlich wird das Verzeichnis 'bin' angelegt, wieso nennen wir es nicht z.B. firefox?

Ganz einfach, weil wir faul sind 😉 bzw. wir uns die Vorarbeiten innerhalb des Systems zu Nutze machen.

Werfen wir einen Blick in die Datei ~$ cat .profile dort sehen wir:

.....
# set PATH so it includes user's private bin if it exists
if [ -d "$HOME/bin" ] ; then
    PATH="$HOME/bin:$PATH"
fi

Dieser Eintrag sorgt dafür das der Pfad zu diesem 'bin' an den Anfang der $PATH Variable gestellt wird und damit dort die Suche - in unserem Fall nach firefox beginnt.

~$ echo $PATH
/home/walter/bin:/usr/local/bin:/usr/bin ...

Alle Klarheiten beseitigt?

- Klar funktioniert nach den obigen Arbeiten der im Firefox 'eingebaute' Updater.

- Nein nach den obigen Aktionen steht der Firefox nicht systemweit (also für alle $USER) zur Verfügung.

Natürlich kann analog auch mit Thunderbird verfahren werden.

 

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