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17Feb/12

Weiberfastnacht 2012 in Aachen

Autor: Walter Güldenberg

Nun, dieser Tag, 'Weiberfastnacht', ist für die rheinischen Karnevalisten ein hoher Feiertag da um 11:11 der offizielle Straßenkarneval eröffnet wird.

Ich selbst war über Jahrzehnte - durch Familie und Verwandtschaft - im organisierten Karneval aktiv eingebunden. Doch irgendwann hatte ich die Nase voll. Durch das ganze Jahr Jagd nach Posten, Beförderungen (der Verin war militärisch organisiert), etc. Dann wird ein Schalter umgelegt und alle haben sich während der Karnevalstage lieb. Aber schon da geht es wieder los, wieso hat Müller einen Orden bekommen, wieso wurde Schulte befördert und ich nicht ...

Und dann Weiberfastnacht ... für mich der Tag an dem die unbefriedigten, die die im restlichen Jahr zu kurz gekommen sind die Sau raus lassen, speziell wenn die Uhrzeit fortgeschritten ist. Oftmals hatte ich den Eindruck manchen überkommt die Panik - je später es wird - eventuell nicht in sexuelle Handlung en (natürlich betrunken bis Anschlag) geraten zu können.

Gut, für mich eine lange zurückliegende Zeit. Nein, ich vermisse da nichts von.

Gestern, also Weiberfastnacht, habe ich im Büro verbracht. Ein guter Tag um Dinge zu erledigen die immer mal wieder zur Seite geschoben werden, denn an solchen Tagen ist entsprechend Ruhe dazu. Am Abend stellte ich fest, Mist kein Tabak mehr. Also auf und Ersatz beschaffen. Dabei kam mir der Gedanke, könnte ich auch noch dies und das einkaufen, also Richtung REWE. Dort an der Eingangstüre ... Liebe Kunden, heute nehmen wir nur maximal 30 Einheiten Leergut pro Person an ... betrifft mich nicht, habe kein Leergut. Was ist das, die Türe öffnet sich nicht ... kein Hinweis auf eventuell geänderte Öffnungszeiten, naja die Leute sitzen sonst bis Mitternacht an den Kassen, sollen sie heut mal früher frei machen, denn ich kann auch morgen die Einkäufe erledigen. Also gehe ich zu meinem Lieblingskiosk und versorge mich dort mit Tabak.

Dann gehe ich zurück Richtung Büro. Oh, in der einzigen Kneipe auf dem Weg, die Hölle los, selbst vor der Türe wurde noch versuchten Leute (recht erfolglos wegen Trunkenheit) einen Tanz zum Besten zu geben. Doch dann, ich gehe weiter, auf dem restlichen weg kommen mir rund 10 Menschen entgegen - die vermutlich zu dieser Kneipe wollten. Nicht eine, nicht einer von den Menschen konnte durch einen sauberen Geradeauslauf punkten. Allen schwankten von links nach rechts oder von rechts nach links.

Das 'lustigste' Bild boten drei Mädels die ich gegenseitige untergehackt hatten, sie schoben sich stolpern und schlingernd mal zum Rinnstein mal zur Häuserwand. Ok, jeder hat das Recht sich bestmöglich selbst zum Affen zu machen.

Passend zu den 'Tollen Tagen' schreibt Euregio aktuell: Jugendliche an Karneval im Vollrausch!? – Suchthilfe Aachen gibt Tipps für Eltern

In diesem Sinne wünsche ich eine nette Zeit im Karneval.

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